Führung im Islam

Führung bedeutet Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Veränderung. In zunehmendem Maße geht es auch um Weltanschauungen oder Lebensvisionen – Glaubenssätze, Werte und Prinzipien. Weltanschauungen sind aber auch Lebensweisen, denn Überzeugungen leiten uns, Werte leiten uns, und Prinzipien motivieren uns zu bestimmten Handlungen und Verhaltensweisen.

Wie also wirken sich Weltanschauungen auf die Führung im Wandel aus? Wenn Weltanschauungen Brillen oder Filter sind, durch die wir die Welt betrachten, mentale Modelle des größeren Ganzen, Rahmen, durch die wir der Welt einen Sinn geben, und Erzählungen, an denen wir unser Leben orientieren, wie beeinflussen sie dann die menschlichen Gedanken, Ideen und Verhaltensweisen, wenn es um transformative Führung geht?

Dies war das Thema einer Podiumsdiskussion der International Leadership Association Conference im November 2009 in Prag mit dem Titel Leadership for Transformation: The Impact of Worldviews. Es ist auch das Thema des Symposiums in dieser Ausgabe, in dem wir Ihnen die vier auf der Konferenz vorgestellten Beiträge und die Antwort darauf vorstellen. Die Mitglieder des Panels zeichneten sich durch geschlechtsspezifische, disziplinäre, religiöse und globale Vielfalt aus.

Nathan Harter, Professor für Organisationsführung an der Purdue University in den Vereinigten Staaten, beginnt die Diskussion mit einigen einleitenden Bemerkungen zu Weltanschauungen. Ali Mohammed Mir, Arzt und Programmdirektor des Population Council in Pakistan, spricht über Führung aus islamischer Sicht. Michael Jones, Komponist, Pianist und Dozent, Autor und Redner aus Orillia, Kanada, denkt darüber nach, wie eine „Verbindung von Mythos und Logos“ die heutige Führungsarbeit verändern kann. Lisa Ncube, die ursprünglich aus Simbabwe stammt und derzeit Assistenzprofessorin für Organisationsführung an der Purdue University ist, spricht über Ubuntu, eine alternative Führungsphilosophie, die in Afrika entstanden ist. John Valk, außerordentlicher Professor für Weltanschauungsstudien am Renaissance College der Universität von New Brunswick, Kanada, spricht über Führung zur Transformation aus einer christlichen Weltanschauungsperspektive. Jonathan Reams, außerordentlicher Professor im Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim, geht auf alle Beiträge ein und eröffnet einen Raum für weitere Diskussionen.

Wir hoffen, dass Sie dieses Symposium interessant finden werden. Wir hoffen, dass es zum Nachdenken anregt und zu weiteren Überlegungen über die Rolle von Weltanschauungen in der Führung für den Wandel anregt.

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